Zuletzt aktualisiert: 17. September 2026 · Redaktion Seitensprung Österreich
Der Anmeldeweg ist bei den meisten Portalen ähnlich aufgebaut. Ihn vorher zu kennen, erspart
die zwei häufigsten Überraschungen: den Moment, ab dem gezahlt wird, und das, was man dabei
unbemerkt akzeptiert.
Die Schritte
- Registrierung. E-Mail-Adresse, Passwort, meist einige Angaben zu Alter und
Region. Verwenden Sie hier eine eigens angelegte Adresse — gratis, eine Minute, und sie hält zwei
Bereiche Ihres Lebens getrennt. - Bestätigung. Viele Portale verlangen eine Bestätigung per E-Mail. Das ist
kein Schikane, sondern der einfachste Schutz gegen automatisch angelegte Konten. - Profil. Foto und einige Sätze. Der Abschnitt, den die meisten überspringen —
und derjenige, der über die Antwortquote entscheidet. - Umsehen. Kostenlos. Nutzen Sie das ausgiebig: Es ist die einzige Möglichkeit
festzustellen, wer in Ihrer Region tatsächlich aktiv ist. - Die Zahlungsgrenze. Irgendwann wird das Schreiben kostenpflichtig. Genau hier
sollten Sie innehalten.
Was Sie beim Bezahlen prüfen
Drei Angaben, in dieser Reihenfolge. Sie stehen bei seriösen Anbietern vollständig auf der
Zahlungsseite.
Der Betrag und der Zeitraum. Nicht «ab 9,90», sondern die Summe, die abgebucht
wird, und wofür.
Die automatische Verlängerung. Verlängert sich der Vertrag? Zu welchem Preis?
Mit welcher Frist? Das ist die häufigste Streitursache im gesamten Bereich.
Das Kästchen zur sofortigen Ausführung. Das ist der Punkt, den fast niemand
liest — und mit dem Sie unter Umständen auf Ihr vierzehntägiges Rücktrittsrecht verzichten.
Was das genau bedeutet, steht auf Diskretion & Sicherheit.
Kündigung: vorher suchen, nicht nachher
Suchen Sie die Kündigungsmöglichkeit, bevor Sie ein Konto anlegen. Ist sie von außen nicht
auffindbar, ist das bereits eine Information über den Anbieter. Verlangt sie einen Brief oder
einen Anruf, ist es eine deutlichere.
Ein häufiges Missverständnis am Rande: Ein Abo zu kündigen ist nicht dasselbe, wie das Konto
zu löschen. Wer beides will, muss beides tun.
Was Sie im Profil angeben — und was nicht
Der Anmeldeweg fragt mehr ab, als tatsächlich nötig ist. Es lohnt sich zu unterscheiden,
was die Plattform braucht und was Sie freiwillig hergeben.
Notwendig: eine funktionierende E-Mail-Adresse, das Alter, eine grobe
Region. Ohne diese drei Angaben funktioniert die Vermittlung nicht.
Freiwillig und meist überflüssig: der genaue Wohnort, der Arbeitgeber, die
Telefonnummer, Verweise auf soziale Netzwerke. Nichts davon verbessert Ihre Ergebnisse, und jedes
davon vergrößert die Angriffsfläche.
Sinnvoll, obwohl es unangenehm klingt: ein Foto. Ein Profil ohne Bild ist
nicht diskret, sondern unsichtbar. Ein neutraler Innenraum als Hintergrund löst den Konflikt
vollständig.
Die häufigste Stolperfalle nach der Anmeldung
Sie liegt nicht im Anmeldeweg, sondern eine Woche später: Ein Abo zu kündigen ist nicht
dasselbe, wie das Konto zu löschen — und beides ist wiederum nicht dasselbe wie das Löschen Ihrer
Daten.
Wer nur kündigt, hat weiterhin ein Profil im System. Wer nur das Profil löscht, kann trotzdem
weiter belastet werden. Wenn Sie aussteigen wollen, tun Sie beides und prüfen Sie den nächsten
Kontoauszug.
Häufige Fragen
Ist die Anmeldung kostenlos?
Bei den meisten Portalen ja. Kostenpflichtig sind die Funktionen, allen voran das Schreiben.
Brauche ich eine echte E-Mail-Adresse?
Ja, wegen der Bestätigung. Eine eigens angelegte Adresse erfüllt diesen Zweck vollständig.
Kann ich mein Konto vollständig löschen?
Ja, und die DSGVO macht dieses Recht durchsetzbar. Finden Sie die Möglichkeit nicht, behandelt
die österreichische Datenschutzbehörde Beschwerden von Privatpersonen.
Was passiert, wenn ich nicht mehr zahle?
Das Konto wird in der Regel eingeschränkt, aber nicht gelöscht. Das Löschen ist ein eigener
Schritt.
Die Links zu den Portalen sind Partnerlinks: Wenn Sie sich nach einem Klick anmelden, erhalten wir unter Umständen eine Vergütung. Für Sie entstehen dadurch keine Mehrkosten. Was das ändert und was nicht, steht in unseren redaktionellen Richtlinien.